Ein Ambivalenter Antisemit?

Ambivalenz. Ich hasse dieses Wort. Nicht immer. Nur in Bezug auf Lueger. Nicht nur auf Lueger, generell in Bezug auf Antisemitismus.  Dieses Land hat so einen unglaublich starken Drang nach Ambivalenz und ich habe lange nicht verstanden warum. Es ist Juni und eigentlich kaum zu glauben, wieviel in den letzten neun Monaten um Karl Lueger„Ein Ambivalenter Antisemit?“ weiterlesen

Scheiternde Interventionen

Überlegungen zur Denkmalpraxis als Prozess Nachdem die Frage nach dem Umgang mit Denkmälern, die antisemitische, rassistische und koloniale Personen oder Geschehnisse glorifizieren und Strukturen reproduzieren, nun (endlich) auch Eingang in einen breiteren öffentlichen Diskurs Sichtbarkeit gefunden hat – ist die Luft schon fast wieder draußen. Eine sich über Jahrzehnte entwickelnde kunsthistorische und geschichtspolitische Diskussion zum„Scheiternde Interventionen“ weiterlesen

Lag Ba Omer und das Ende der Epidemie

Zwischen Nächstenliebe und Respekt In Sachen Pandemie sind wir mittlerweile alle zu Expert:innen geworden. Leider waren Pandemien und Epidemien bereits früher keine Seltenheit. Eine von ihnen ist uns besonders bekannt: die Epidemie, die allen 24.000 Schülern des Rabbi Akiwa das Leben kostete. Doch schließlich kam der Tag Lag BaOmer. Jener Tag, an dem die Seuche„Lag Ba Omer und das Ende der Epidemie“ weiterlesen

Hat keine Flügel, kann aber fliegen

Wie Amili Targownik über die auf ihren Weg gelegten Steine flog Ich durfte Amili als eine selbstbestimmte, lebensfrohe junge Frau kennenlernen. Ob beim Feiern-gehen in Tel Aviv, wo wir betrunken nach einer nicht vorhandenen barrierefreien Toilette gesucht haben, oder am nächsten Tag durch den Shuk haCarmel, auf einem steinigen, mit Kartons und Datteln übersäten Boden,„Hat keine Flügel, kann aber fliegen“ weiterlesen

Ist das alles von der Kunstfreiheit gedeckt?

Warum Lisa Eckharts Texte gefährlich sind Es ist ein paar Wochen her, seit der Rapper Danger Dan linken Jüdinnen und Juden eine neue Hymne verpasst hat. Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt dröhnt seither aus Lautsprechern und Kopfhörern und spiegelt das Lebensgefühl progressiver jüdischer Identitäten wieder.  Doch wie genau ist das eigentlich mit der„Ist das alles von der Kunstfreiheit gedeckt?“ weiterlesen

„Die Möglichkeiten sich 
auszudrücken sind unbegrenzt“

G-UDIT ist Wiener Künstlerin undUnternehmerin. Ihr Repertoir umfasst klassisches Malen bis Stand-Up-Comedy, auch Rap und ihre eigene Late Night Show. NOODNIK: Du bist heute eine gefragte Künstlerin. Wie hat alles angefangen und was waren deine Stationen? G-UDIT: Dank meiner kunstliebenden Eltern wollte ich mit diesem ganzem Fetisch eigentlich nichts zu tun haben und begann, Philosophie„„Die Möglichkeiten sich 
auszudrücken sind unbegrenzt““ weiterlesen

Jüdische Figuren in jeder Sitcom?

Alex Wertmann – Schauspieler am Schauspielhaus Bochum und Hauptdarsteller im mehrfach ausgezeichneten Film Masel Tov Cocktail über Schauspiel und jüdische Selbstverständlichkeit. NOODNIK: Wie bist du zum Schauspielerngekommen und was war dein bisheriger Werdegang? Alex Wertmann: Zum Schauspiel kam ich, als meine Mutter einen Brief von der jüdischen Gemeinde München erhielt, in dem Leute für die„Jüdische Figuren in jeder Sitcom?“ weiterlesen