A Jewish Survival Guide to Solving Nahostkonflikt

A Jewish Survival Guide to Solving Nahostkonflikt

Wir müssen uns entschuldigen. Wir waren zu lange weg. Aber zu unserer Verteidigung: Die jüdische Weltverschwörung ist harte Care-Arbeit.

Wir haben harte Verhandlungen geführt. Mit Bibi Netanyahu, Pnina Rosenblom, Erwin Pröll, den Geistern der Vergangenheit und dem Eichhörnchen auf Trumps Kopf, welches sich derzeit als Toupet identifiziert. Volksgenoss:innen und alle dazwischen und außerhalb! Wir haben die Lösung gefunden für ein Ende des Nahostkonflikts! Die Linken hatten Recht, die Lösung war wirklich, Instagram-Posts zu teilen! Heureka, Mashallah, Baruch HaShem und Prost! Hier kommt ein Survival Guide, der nicht barely survived, sondern sogar guided. Endlich dürfen wir Führer! (Anm. Ari: Maus, you’re scaring the Esterreicher:innen! Antwort Chris: Na, de g’frein si an Haxn aus). Nun denn, Volksgenoss:innen, so lauschet den Weisen von Zion… äh… Wien/Berlin/dem Shtetl von Lwiw aus den ersten Baum rechts und dann dem Straßenverlauf folgen.

Wir haben die Antwort. Und anders als so manch andere:r warten wir nicht Ewigkeiten nur, um dann mit zwei Steintafeln b’soffen einen Berg runter zu kullern (Anm. Chris: Maus, das ist mir nur einmal passiert! Antwort Ari: Oida, du warst Schuld am goldenen Kalb!).

Vorschlag 1: Safety through Solidarity

Wir sind nur frei, wenn alle frei sind. Das ist richtig und wichtig und die Erlösung. Wir sind nur frei, wenn wir solidarisch sind. Wie kann diese Solidarität aussehen? Nun ja. Hier ein praktisches Beispiel: Wenn eine:r der Volksgenoss:innen als „scheiß Zio“ beschimpft wird, könnt ihr Folgendes machen: Haltet den scheiß Zio fest, damit er nicht davonlaufen kann, korrigiert die Marktschreier:innen und erklärt ihnen, dass er kein Zio ist, sondern Jude. Schließt euch dem Freiheitskampf an. Denn wer brav ist, der wird am Ende nicht intifadisiert und darf sich fadisieren. Die Freiheit der Palästinenser:innen und das Selbstbestimmungsrecht des palästinensischen Volkes entscheidet sich nämlich in einem Hotel in der Oberpfalz! Gleichzeitig müsst ihr aber auch mit Bibi solidarisch sein. Denn Bibi hat’s schwer, sein Hass ist nur ein stummer Schrei nach Liebe. Früher war Ben Nitay hot, heute ist er halt,
ja … ein Benjamin Netanyahu halt und niemand hat’s schwerer als die! Palästina wird frei, wenn Bibi Plastic Surgery bekommt. Please, look at his GoFundMe: „Für einen Faschismus mit Ästhetikanspruch“. Das ist gelebte Solidarität!

Vorschlag 2: Safety through WMDs

Es ist ganz wichtig, dass ihr euch gegenseitig Bomben um die Schädel werft. Besonders in Wien, Berlin und besonders auf den Universitäten. Nuke the <insert falsche Seite here>! Sicherheit kann es erst geben, wenn beide Seiten nicht mehr existieren. Wenn die Kinder sich nicht vertragen, muss der Spielplatz eben ein Parkplatz werden (Anm Ari: Auch Jüdinnen und Juden dürfen mal Fascho spielen. Antwort Chris: Die Volksgenoss:innen dürfen alles sein, was sie wollen. #girlboss). Palästina wird erst frei sein, wenn die Israelis nicht mehr die Luft verpesten und alle Leute Elektroautos fahren. Die Freiheit der Palästinenser:innen und das Selbstbestimmungsrecht des palästinensischen Volkes entscheidet sich nämlich AUCH auf einem Uni-Campus in Wien! Wir rufen alle ehrenhaften Studierenden der Universität Wien dazu auf, wieder wild zu campen und eine Studierendenversammlung einzuberufen, in der sie Dinge beschließen, die absolut keine Auswirkung auf irgendwas haben, aber als Sieg verbucht werden (Anm. Ari: Schatz, you’re too late |:-( )! Sieg & Heil dem antifaschistischen Freiheitskampf!)

Gleichzeitig hilft es auch, die Gegenseite als Ungeziefer zu bezeichnen und schon mit der gewonnenen Baufläche Geschäfte zu machen. Live, love, business life. In Sachen Faschismus und Vernichtungsfantasien hat sich die Knesset wahrscheinlich von der Hamas inspirieren lassen und so ein Handwerk will wirklich gelernt sein! Ben-Gvir geht als Beispiel voran und zeigt uns: Die Todesstrafe einzuführen, hilft besonders im Prozess für Frieden. Die Toten können den Frieden nämlich nicht ablehnen. Eine Meisterleistung in der Geschichte der Verhandlungsstrategien – Ben-Gvir wird auch demnächst als Dozent an der Lauder Business School den Kurs „How to deal with the (((Ar4bs))) 101“ unterrichten. Ben Gvir ist nämlich kein Fascho, der will nur spielen (am Parkplatz).

Vorschlag 3: Safety through Frauentausch

Volksgenoss:innen, wir rufen auf zur Völkerverständigung! Kahanismus und Islamismus sind, wie schon Phil Collins in Tarzan singt, „Two worlds, one Family“. Sie haben so viel gemein, und doch sind sie gemein zueinander (Anm. Ari: Kommen wir wirklich in jedem Survival Guide auf „We are the world, we are the people“ zurück?? Antwort Chris: Tikkun Olam bis der Bund sich erhebt!). Sie können sich das Land nicht teilen und jeder will es für sich. Die ProPalis meinen doch eh, dass ein Dasein als Dhimmi geil wäre (Anm. Chris: Dhimmi kommt etymologisch von Dummi), aber dennoch bleiben wir dabei, die Zweistaatenlösung bleibt die beste Erlösung (Anm. Ari: Ukraine und Russland? Antwort Chris: Für Russland bitte die 21-Staaten-Lösung). Doch wie können wir ihnen das auch verklickern? Wir machen es altbewährt: Reality-Trash-TV auf ATV. Wir geben den Palis für eine Woche die Regierungsmacht über Petach Tikvah und den Israelis die Regierung über Nablus. Kommentieren darf das ganze dann Queen Tara (Anm Chris: Heite gemma noch Petach Tikvah zu de Bauern, weil die Typen gestern in Tel Aviv waren ja ur zum Scheißen). Nach drei Tagen wird der Glaube an zwei getrennte Staaten wieder auferstehen, denn sie werden je für sich realisieren: Wir wollen mit denen ja wirklich nicht zamm wohnen. Chamsa, chamsa, chamsa, astaghfirullah.

Vorschlag 4: From the River to the Sea, Estarreich is all you see

Vielleicht ist der Staat Israel gescheitert, vielleicht ist der Staat Palästina gescheitert, bevor es ihn gab. Wie der älteste 30-Jährige der Welt schon sagte: So, genug Schabernack. Wir würden nun gerne die Ultima Ratio vorstellen, die den Konflikt ein für alle Mal lösen würde: Wir geben den Israelis den Niederesterreich, den Palästinensern Oberesterreich und das gelobte Land den Burgenländern:innen. Letztere werden nach dem anfänglichen Kulturschock, dass sie jetzt inmitten von Bergen wohnen, realisieren: Der Negev ist wie die Tristesse dahoam! Ihr fragt euch nun sicher, wie soll das gehen? Keine Sorge, wir haben ausführlich mit Landeskaiser Erwin Pröll und Sonnenkönig Doszkozil gesprochen, die uns versichert haben: Solange wir sie respektiv als Allah und HaShem anbeten, stimmen sie zu. Wir haben bereits im Namen aller Volksgenoss:innen unterschrieben. Für die Pali-Unterschrift haben wir die erste arabisch gelesene Person von der Straße genommen (Anm. Chris: Könnt a Italiener g’wesen sein). Frei nach Herzl: Zwei Länder ohne Kultur, für zwei Kulturen ohne Land. Linzer Augen werden jetzt mit Falafel gefüllt, die Weinköniginnen werden jetzt immer mit Kaschrut-Zertifikat vergeben und Biji Biji Burgenland ist auch eine schöne Alliteration. St. Pölten wird zur geteilten Hauptstadt. Kontrolliert von den Südtiroler:innen, die müssen eh mal die Berge verlassen, denn da oben ist die Luft so dünn. Der St. Pöltner Klangturm wird Al-Aqsa-Moschee und der dritte Tempel zugleich – hoffen wir mal, dass die Welser ihn nicht abreißen und es keine Scheduling-Konflikte gibt, wir setzen sonst ein Doodle auf.

Wir bitten jedoch etwaige Volksgenoss:innen, die dazu bereit sind, ihre orientalische Schönheit dafür zu instrumentalisieren, indigene estarreichische Baddies zu baggen, zu Verhütungsmitteln zu greifen. Sonst wird uns wieder vorgeworfen, wir hätten das Land fruchtbar gemacht!

Resümee

Warum wurden wir eigentlich nicht in den Unsicherheitsrat gewählt? (Anm. Chris: Wegen den Portugies:innen. Sie sagen bicha und meinen „Warteschlange“, und für mich heißt das „Schw*chtel“. Antwort Ari: During Pride Month??? Antwort Chris: Du meinst wohl den Stolzmonat). This is why we can’t have nice things. Naja … Friede braucht Mut und Heimatliebe, sonst gibt’s Hiebe – and not in the sexy way. Amen!

Chris Steinberger & Ari Simulevski

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