Keine Botschafter Israels, oder doch? Über die Rolle jüdischer Gemeindevertreter:innen und ein bedenkliches ZiB 2-Interview Eine große Sorge, die Jüdinnen und Juden weltweit beschäftigt, ist im Alltag ohne Anlass für den Staat Israel und dessen Handlungen eintreten zu müssen. Die Angst, plötzlich als Pro-Bono-Anwalt des jüdischen Staates herangezogen zu werden, prägt die Realität von Jüdinnen„Keine Botschafter Israels, oder doch? „ weiterlesen
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Danke für nichts und alles
Danke für nichts und alles Nach zwei Jahren des Schweigens, Streitens und Verlernens bleibt mir eigentlich nur eines: Danke zu sagen. Nicht aus Höflichkeit, sondern weil Dank manchmal die ehrlichste Form der Resignation ist. Danke an ein Land, das sich in diesen zwei Jahren so sehr bemüht hat, den Nahostkonflikt endlich in Europa zu lösen„Danke für nichts und alles“ weiterlesen
Skaters against Genocide
Skaters against Genocide Performanz und Identitätsstiftung im sogenannten Palästina-Aktivismus Ich schicke meiner Freundin Xsenia* (*Name von der Redax zum Schutz geändert) diesen Text in der Rohfassung – zum drüberschauen. „Judith, das muss mehr schnalzen!” Sie schickt mir Screenshots aus ihrem Freundeskreis, da ist alles mit dabei: Die Propaganda Accounts á la “All eyes on Rafah”,„Skaters against Genocide“ weiterlesen
Bring Them Home – aber nicht um jeden Preis
Bring Them Home – aber nicht um jeden Preis Zwei Jahre Kampf um das Geisel-Narrativ Kaum ein Thema hat die israelische Mehrheitsgesellschaft in den vergangenen zwei Jahren so geeint und gespalten, wie das Schicksal der Geiseln. Während zu Beginn noch das unfassbare Leid des siebten Oktobers im Vordergrund stand, überlagerte der Einmarsch der israelischen Armee„Bring Them Home – aber nicht um jeden Preis“ weiterlesen
Lieber Alon Ohel – Ein Bericht
Lieber Alon Ohel – Ein Bericht Nach 737 Tagen Geiselhaft ist der 24-jährige, israelisch-deutsche Pianist Alon Ohel endlich wieder bei seiner Familie in Lavon. Er kam erst im Rahmen des jüngsten Geiseldeal frei. Was müsste man Alon über die Welt zwischen Oktober 23 und 25 berichten, die ihm in völliger Abschottung in den Tunneln unter„Lieber Alon Ohel – Ein Bericht“ weiterlesen
Wer gehört zur jüdischen Gemeinde?
Wer gehört zur jüdischen Gemeinde? Ich habe mit 15 Jahren erfahren, dass meine Mutter jüdisch ist und mich das halachisch ebenfalls jüdisch machen soll. Somit ist mir keine jüdische „Erziehung“ in die Wiege gelegt worden, und mein Grundverständnis für jüdische Identität hat sich nicht im Rahmen jüdischer Gemeinden entwickelt. Deshalb frage ich mich, was eine„Wer gehört zur jüdischen Gemeinde?“ weiterlesen
Ein innerjüdischer Spagat
Ein innerjüdischer Spagat Die jüdische Gemeinde Wiens ist kein Monolith, sondern vielmehr ein Mosaik der Identitäten. Ein beträchtlicher Teil dieses Mosaiks besteht aus der bucharischen Gemeinde. Wer sind sie und welche mentalen Spagate muss man als facettenreiche Bucharin vollbringen? Meine Mutter sagte früher immer zu mir, ich solle niemandem erzählen, dass ich Jüdin bin. Ich„Ein innerjüdischer Spagat „ weiterlesen
Trauma als Identität – Shoa als Identitätskrise
Trauma als Identität – Shoa als Identitätskrise Meine früheste Erinnerung aus der Schulzeit ist mir selbst manchmal befremdlich. Ich bin sieben Jahre alt, stehe auf der Bühne und rezitiere ein Gedicht von Inge Auerbacher, einer Überlebenden des KZ Theresienstadt. Schon damals, noch bevor ich eine eigene Identität entwickeln konnte, war die Shoa bereits Teil davon.„Trauma als Identität – Shoa als Identitätskrise“ weiterlesen
Wos sennen di Yidden?
Wos sennen di Yidden? Ein talmudisch-sokratischer Dialog zwischen den NOODNIKs Eidel Malowicki und Jony Davidowicz über die Fragen, was Jüdinnen und Juden eigentlich sind, was es bedeutet, jüdisch zu sein und wie sich die jüdische Identität im Laufe der Geschichte verändert hat. Eidel: Hawara, lebn, ich will dir vier Kashes fregn…di erste Kashe iz…Warum heißen„Wos sennen di Yidden?“ weiterlesen
Grenzenlose Solidarität
Grenzenlose Solidarität Wieso der Schutz des Asylrechts für mich zum „Nie wieder“ dazugehört Ich packe meinen Koffer und nehme mit: Thermounterwäsche, eine Wärmeflasche, Schneeschuhe und meinen Lieblingstee, den mir meine besten Freundinnen vor der Abfahrt zugesteckt haben. In Bosnien angekommen, treffe ich bei minus fünf Grad Menschen mit Flip-Flops, zersplitterten Handys und offenen Wunden, die„Grenzenlose Solidarität „ weiterlesen